Ein gutes Pole und ob man das selbst nicht bezahlbar hinbekommt - ich sage jetzt schon ja!
Und es wäre toll, mit eurer Hilfe auch rauszukriegen, was man besser machen kann
(Sind dann eher kleine ZubehörLösungen / Erweiterungen, s. ganz unten).
Habe jetzt im Schnellverfahren einige Dinge geprüft und werde wohl Anfang Mai eine pole aus Alu bauen. Carbon macht das ganze teuer. Alu wäre ein mehr oder weniger vergleichbares Material bzgl. Gewicht und Stabilität, aber deutlich günstiger. Wenn das pole im Selbstbau klappt, kann ich auch weitere bauen. Genauso ist die Konstruktionsweise sowieso simpel und was wie gemacht wird, wird offen besprochen, so dass jeder selbst ran kann.
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1)
Segmente, Material und Gewicht
Selbstbau von 4 Segmenten aus Alu 6063 T5.
Das ist eine gehärtete Legierung mit 99% Aluanteil. Härter ist nur noch die T6- Klasse und Diamant. Aussenwand bis 2000° resistent, innen bis etwa 600° (so aus dem Kopf raus. Ist vielleicht auch nicht so wichtig. Ist jedenfalls richtig gutes AluMaterial. Stärke 1,3 mm eloxiert.
2mm wäre zu dick, um bei den relativ kleinen Radien mehrere Segmente zusammenbringen zu können.
∅ der Segmente: 30, 25, 22, 19mm Innen- und Aussen∅ sind aufeinander abgestimmt
(ich muß noch das Spiel zwischen den Rohren exakt prüfen, passen aber ineinander)
(man muss hoffen, dass die 19 mm nicht zu dünn für das 1m30 lange Segment sind)
2)
Abschluß: Messingbolzen mit 1/4 " Innengewinde
oder: Bolzen mit ∅ 60mm-kreisrunder Platte aufgesteckt und mit seitl. Imbussschraube fixiert (Dreherei).
3)
Gewicht pro lfd. Meter in Reihenfolge grosser zu kleiner Rohrdurchmesser:
346gr, 244 gr, 232 gr 192 gr -->
bei 4m90 Länge mit 124 cm Transportmaß etwa 1263 gr ohne Befestigungsmaterial,
Sollte also in die Nähe der Gewichtsklasse der leichten CarbonPoles kommen.
Wie schätzt ihr das Gewicht und damit Handling ein?
50cm kürzer und 25% schwerer als das ambient Quickpole -
sind die anderen poles bei dieser Länge ähnlich schwer oder schwerer?
Kann man das geschätzte Gewicht gut handeln?
Falls man mehr Gesamtlänge als 4m90 braucht, muß man als Verlängerung ein 2mm starkes Rohr mit 35mm ∅ finden, wo die 30mm gut reinpassen (Innenplastikring füllt die 1mm Luft). Falls 19mm Segment zu dünn, muß man die Segmente mit 35 - 30 - 25 - 22 mm bauen. Fragt sich, wieviel Gewicht dabei obenauf kommt.
Vorteil 35mm-Segment: Verwendung an Manfrotto Stativen
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Habe hier übrigens auch eine 37cm bis 1,50m lange Tonangel vor mir liegen. Gleiches Prinzip, wie alle Tonangeln eben so sind. Statt Carbon ists aus Alu. Ist dünner als die 1,3mm, die ich hier kriege. Schonmal gut zu wissen, dass die bei einem kurzen pole dünnere Materialstärke (etwa 1 bis 1,2 mm) benutzt haben, sprich ich bei deutlich mehr Länge immerhin auch etwas mehr Wandstärke zur Verfügung habe, auch in Bezug auf Gewinde schneiden und verbleibender Wandstärke.
Da muß man natürlich erst mal abwarten, wie sich 1 bis 1,20 m lange Segmente bzgl. Stabilität machen.
(wie gesagt: es gibt ein paar offene Punkte, weswegen ich hier noch nichts versprechen will)
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4)
zu Befestigung:
diese Überwurfkappen der Tonangeln sind gut im Handling und bei der Konstruktion seh ich eigentlich keine Möglichkeit, dass da was kaputt gehen könnte und dir nen Auszug runterrauscht. Vielleicht kann man so ein Gewinde auch überdrehen, aber man sollte dann auch im gleichen Moment mitkriegen, dass es nun Schrott ist... (das passiert z.Bsp. öfter bei den Manfrotto Klemmhebel der Galgenstative und dann mußt du den erstmal aufsägen...)
Zwischen den Alustangen sitzen zwei Plastikringe, da muß ich erst noch prüfen, ob ich die hier vor Ort beziehen kann. Hartplastik gibts und ne Dreherei auch, also sollte es zur Not per individueller Fertigung möglich sein.
Gleiche Frage bei den Überwurfkappen / ringen (ambient sagt Compression rings dazu) - da gibts bestimmt nen deutschen Fachausdruck für - falls jemand rausbekommen kann, wo man die in Deutschland einkaufen könnte, wärs ne Hilfe. Manchmal ists hier schwierig gewisse fertige Einzelteile zu bekommen, und dann passierts auch mal, dass hier alles besser sortiert ist als in D.
Alternative: die einrastenden Arretierungsknöpfe. Die sind sicher.
Habe hier ein paar rumliegen, die sind TÜV-getestet und halten 120kg Gewicht senkrecht von oben. Vielleicht halten sie auch mehr, Test wurde danach wg. Bestehens abgeschlossen. Tragfähigkeit ist natürlich auch noch davon abhängig, dass sie ohne viel Spiel in den Bohrlöchern sitzen und in was für Rohrdurchmesser die Arretierungsfeder eingesetzt wird.
Viele Rastlöcher einzubauen ist schon ein großer Aufwand, zumindest, wenn man nicht mit Laser oder CNC Bohrung arbeiten kann.
Bei den Arretierungsknöpfen muss man immer ein bißchen rumfummeln, bis sie einrasten, streckenweise weisst du nicht, wo der sich im Innern befindet. Ausserdem werden sie im zusammengefahrenen Transportmaß wahrscheinlich in all den Rohren zusammengepreßt bleiben, sprich das Material steht unter Dauerspannung.
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Bitte um eure Meinung zuff.:
5)
Wie wäre es, wenn man bei vertikaler Verwendung das unterste Segment aus einem schwereren Material macht, dann hat man einen Gegenpol zum Kameragewicht am oberen Ende und wenn da was schwankt, hilft das evtl, nicht nur mit reiner Muskelkraft gegen halten zu müssen. Ob das bei der Länge so stimmt??
Horizontale oder schräge Verwendung am besten sowenig Gewicht wie möglich wegen der Hebelkräfte, Schulterband, Tennisball am Fuß des Poles, um es in der Hüfte abstützen zu können.
6)
Ansonsten fände ich nen Erdspieß noch ein gutes Zubehör.
7)
Und zwar so, dass auf diesem eine Basis aus nach oben offenem Zylinder sitzt.
Dieser Zylinder hat natürlich einen Boden. Da stellst / steckst du dein Pole rein. Kleiner Haltepunkt bzw. geführte Basis, in der du drehen kannst.

Kann man sich natürlich noch Gedanken über 4 Löcher in der Basis und Arretierungsfeder am Fußendes des poles machen, sprich Drehteller mit Klickstop. Wer lieber von Hand dreht, nimmt die Feder raus und hat beide Möglichkeiten. Einwand: schiefer Boden, schiefe Basis.
9)
Also Leveller dazwischen. Jetzt wirds aufwändig.
10) Wäre es eine Hilfe, eine Maßangabe über die jeweils ausgezogene Höhe zu haben?
11) Kennt ihr die C-Stands von Matthew?
Mal abgesehen vom schweren Gewicht wäre lediglich der höhenverstellbare Fuß ein gute Basis /
Sicherung, wenn man da das pole reinstellt.
LG
Cornelius