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21

Dienstag, 7. Juli 2009, 13:00

das ist ja mein hauptproblem :-(

da ja alles mit den selben einstellungen fotografiert wird, hab ich`s am fenster hell und im raum dunkel.

momentan versuche ich es so:

lieber zu dunkel als zu hell fotografieren, in ptgui stitchen, als psd speichern und in ps dann über bild/korrekturen das ganze freundlicher zu machen :-)

da bin ich aber noch nicht ganz dahinger gestiegen, wie & was ich da wirklich machen muss.

oder sollte ich da einen anderen ansatz wählen?

sascha

 


22

Dienstag, 7. Juli 2009, 13:16

Bei Zimmeraufnahmen kann man ohne Bewegungsprobleme Belichtungsreihen machen und mit HDRI arbeiten. Das ist aber ein größeres Kapitel zum Lernen.
Hilfsweise kann man auch etwas einfacher vorgehen. So würde ich es machen:
- Belichtung und Weißabgleich so einstellen, dass das Zimmer richtig dargestellt wird.
- mindestens eine (besser mehr) zusätzliche Belichtungen vom Fenster. Dieses zusätzliche Bild verwende ich, um das überstrahlte und zu blaue Fensterbild vor dem Stitchen zu retuschieren. Bei der Aufnahme schon darauf achten, dass das Fenster möglichst mitten im Bild sitzt, dort ist die Retusche einfacher als im Überlappungsbereich.
- Du solltest bei so hohem Dynamikumfang mit RAW arbeiten. Ich habe das noch nicht oft gemacht, weil mir das "Entwickeln" zu lange dauert. Das Ergebnis wird aber eindeutig besser! Helle und dunkle Bereiche, aus denen im jpg nichts mehr zu holen war, sind im RAW noch gut durchgezeichnet. Ich werd's mir öfter angewöhnen!
Gruß vom pano-toffel

23

Dienstag, 7. Juli 2009, 13:59

ich fotografiere mit raw - ist eindeutig besser.

hdr bei meiner kamera is nich so dolle - kann nur +/- 0,7 einstellen.

das mit dem zusätzlichen bild werde ich mal ausprobieren.

muss auch noch die stichfehler beseitigen.

danke

sascha


24

Donnerstag, 9. Juli 2009, 00:29

 
Wichtig: Beim Pano fotografieren immer mit manuellem Fokus arbeiten! Stelle das Objektiv auf ca. 1 m Entfernung, und verwende Blende 5,6...11. Die Schärfentiefe besorgt den Rest.


Ist diese Regel bei allen Panos anzuwenden,sowohl drinen als auch draußen?
Gruss
munja

25

Donnerstag, 9. Juli 2009, 01:42

Bei Blende 11 würde ich das unterschreiben. Bei Blende 5,6 ist die Schärfentiefe etwas geringer, und ich würde die Entfernung auf die bildwichtigen Motive abstimmen. Einmal eingestellt, muss die Entfernung innerhalb eines Panoramas immer konstant bleiben.

Das ist so, weil eine Änderung des Fokus nicht nur ungleichmäßige Schärfeebenen erzeugt, sondern auch einen anderen Abbildungsmaßstab. Probiere es aus!

Die Entfernungsskalen von SWW und Fisheye-Objektiven sind nicht immer absolut genau. Bei meinem Peleng lag fast die gesamte Skalenlänge dazwischen. Bei der Einstellung auf (vermeintlich) unendlich lag der tatsächliche Fokus bei ca. 25 cm.
Das kommt daher, dass der Auszug der gesamten Entfernungsskala höchstens einen halben Millimeter Linsenverschiebung erzeugt. Wenn dann das Auflagemaß nicht 100-prozentig passt, liegt man immer daneben. Teure Objektive haben sicher geringere Toleranzen, funktionieren aber im Prinzip genauso empfindlich.

Es ist also immer anzuraten, sich mit dem eigenen Equipment vertraut zu machen, bevor man große Aufgaben in Angriff nimmt.
Gruß vom pano-toffel

26

Donnerstag, 9. Juli 2009, 08:28

@Sascha: Die optimale Entfernungseinstellung kannst du z.B. mit dem Programm f/Calc von http://fcalc.net/ ausrechnen (die Local Version läuft mit Adobe Air)
Zuerst läßt du dir die Hyperfokale Distanz für deine verwendeten Blendenwerte ausrechnen, Basis sind die 10mm Brennweite deines Sigma. Das ist die Entfernungseinstellung bei der bei einer bestimmten Blende alles bis unendlich scharf ist.
Dann kannst du die Tiefenschärfe / Depth of Field kontrollieren durch die Eingabe der vorher errechneten Hyperfokalen Distanz. Das Ergebnis ist der Entfernungswert von der Kamera, ab dem alles scharf ist.

Übertragen auf die Kamera: Abmessen der hyperfokalen Distanz Kamera-Objekt mit dem Meterstab, Entfernungseinstellung per Autofokus auf das Objekt und dann den Fokusring am Objektiv mit Isolierband abkleben.

Beispiel: Brennweite 10mm, Blende 8 - hyperfokale Distanz bei 0,79 m
Tiefenschärfe beginnt ab 0,39 m bis unendlich

Testaufnahmen machen und Schärfe am Monitor kontrollieren.

27

Donnerstag, 9. Juli 2009, 21:59

Das war wieder so eine Sache von der ich absolut keine Ahnung hatte. Ich habe ein alters Pano von meiner Küche ausgekramt und mit einem schnell gemachten Pano, was mit dem MF aufgenommen wurde, verglichen. Ergebniss ist eindeutig- ich habe was sehr wichtiges gelehrnt!
Vielen Dank Jungs!  


Ich habe eine kleine Exel-Tabelle über die Hyperfokale Entfernung erstellt.  Die dafür verwendete Formel stammt von http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperfokale_Distanz.

Liebe Grüße
munja
»munja« hat folgende Datei angehängt: