Kamera senkrecht nach unten, untere Schiene so verschieben, dass das Kreuz in der Mitte ist.
Der sieht auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich aus.Unter...siehst du den Aufbau.
Den braucht man nicht unbedingt weil man das fertige Pano später in PTGUi noch ausrichten kann.Ich habe es zuerst ohne den Kugelkopf probiert...
Auch wenn sich das in der Theorie vielleicht logisch anhört, auf die Art wird das nix.Mach ich bei der Nodalpunkteinstellung was falsch? Richte mich nach youtube-Video:
1) Kamera senkrecht nach unten, untere Schiene so verschieben, dass das Kreuz in der Mitte ist.
Dieser Beitrag wurde bereits 16 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (10. März 2017, 23:12)
Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (11. März 2017, 08:54)
An alle mitlesenden Forenkollegen: berichtigt mich bitte wenn ich im Folgenden irre und Unwahrheiten verbreite.
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1.) untere Schiene
=> Mit ihr gleicht man zuerst sog. "seitlichen Versatz" aus, der vom Anbaumaß der Kamera abhängig ist (erkennbar am Sägezahn).
=> Mit ihr verschiebt man die otpische Achse (des Objektivs) so dass sich diese exakt mit der Schwenkachse des Rotators schneidet.
=> Die Nah- u. Fern-Markierungen sind hierbei senkrecht angeordnet
=> Man schwenkt dabei horizontal, also den halben vorgesehen Schwenkwinkel nach links und nach rechts.
=> Die Einstellung stimmt wenn die Markierungen in allen 3 Positionen deckungsgleich bleiben.
=> Im Bodenbereich des gestitchten Panos sollte dann kein Sägezahn mehr erkennbar sein.
2.) obere Schiene (erst wenn die untere korrekt eingestellt ist)
=> Das ist die eigentliche Nodalpunkunkteinstellung
=> Mit ihr verschiebt man die Kamera entlang der der optischen Achse bis sich der Lichteintrittspunkt im Objektiv mit den beiden Schwenkachsen (Rotator+Schwenkarm) schneidet.
=> Der Lichteintrittspunkt ist von der Brennweite abhängig! (Bei Fisheyes z.T. auch Winkelabhängig aber das soll Dich an der Stelle nicht verunsichern)
=> Die Nah- und Fernmarkierungen sind hierbei waagrecht angeordnet
=> Man schwenkt dabei vertikal, also den halben vorgesehenen Schwenkwinkel hoch und runter.
=> Die Einstellung stimmt wenn die Markierungen in allen 3 Positionen deckungsleich bleiben.
=> Im Bodenbereich des gestitchen Panos verändert sich der Fußabdruck des Adapters (bei runder Geometrie) im Durchmesser und sollte dann gleichmäßig rund erscheinen
Dann war ich da auf dem Holzweg? Das dachte ich nämlich umgekehrt?Zum Einstellen der unteren Schiene wird die Kamera ja nach oben gedreht...und dann die obere Schiene durch seitliches schwenken.
Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (12. März 2017, 19:52)
Der Einfluss von Abweichungen aller Art ging mir auch schon öfter durch den Kopf. Um ehrlich zu sein überdenke ich meine bisherige Überzeugung gerade und versuche das wie folgt besser zu verstehen. Damit man beim Mitdiskutieren leichter Bezug nehmen kann nummeriere ich`s mal durch:Wenn...der Adapter super stabil und alles im richtigen Winkel sitzt...Fehlerfortpflanzung...
Irgendeinen Einwand hatte ich gestern Nacht aber noch. Nach langem Texten hab ich den schmalen Faden aber wieder verloren. Also lass ich`s erst mal so stehn. Vielleicht meldet sich ja noch wer zu Wort :-)ich bin der Meinung, dass die Einstellung des Nodalpunktes an der oberen Schiene durch vertikales Schwenken gemacht werden sollte. Wenn die untere Schiene perfekt eingestellt ist und der Adapter super stabil und alles im richtigen Winkel sitzt, macht es sicher keinen großen Unterschied. Aber wenn man nach oben und unten schwenkt und wie von Oli beschrieben an einer waagerechten Nah-Fernmarkierung ausrichtet, dann vermeidet man die Fehlerfortpflanzung durch die in der Realität immer imperfekte Einstellung der unteren Schiene. Beim Hoch-Runterschwenken ist die Einstellung der unteren Schiene ja schlicht egal, daher sollte dies auch das erste sein, was man einstellt.
Dieser Beitrag wurde bereits 15 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (13. März 2017, 02:57)
Ich sehe das so: wenn ALLES perfekt engestellt ist, dann ist es völlig egal wie rum man schwenkt, dann sollte der Nodalpunkt passen. Aber wir wollen ja andersherum vorgehen und mit Hilfe des Verschwenkens die korrekte Einstellung erst ermitteln. Wenn man vertikal schwenkt (also hoch/runter) hat man nur eine Variable, die verstellt werden muss: die Entfernung der Kamera von der horizontalen Drehachse entlang der optischen Achse. Wenn man jedoch horizontal schwenkt (links/rechts), dann hat man zwei Variablen die verstellt werden können: Kamera entlang der optischen Achse und die seitliche Verschiebung des unteren Arms. D.h. deine Aussage ist an sich schon richtig: für beide Arten des Schwenkens (horiz. und vertikal) ist die selbe Einstellung des Nodalpunktes relevent, beim horizontalen Schwenken jedoch ZUSÄTZLICH der seitliche Versatz. Und ich bin der Meinung, dass man ein System mit einer Variablen exakter/einfacher einstellen kann als mit zwei Veränderlichen.
Zitat
Da für beide Schwenks dieselbe NP-Einstellung relevant ist, nämlich Verschiebung entlang der einen optischen Achse,
ist es dann nicht egal ob man bei einem Multirow-Adapter die Parallaxeverschiebung horizontal oder vertikal ermittelt?
Ist vielleicht nur eine Begrifflichkeitsreiterei: Die SchwenkACHSEN eines Multi-Row-Adapters müssen sich immer schneiden, egal wie der seitliche Versatz oder der Nodalpunkt eingestellt ist! Wenn der Adapter aus irgendeinem Grund windschief ist oder sonstige Fertigungstoleranzen dazu führen, dass sich beide Rotationsachsen nicht SCHNEIDEN (sie dürfen theoretisch sogar schief zueinander stehen), dann lässt sich der Nodalpunkt des Objektivs niemals für beide Drehachsen korrekt ausrichten. Die korrekte Einstellung des Nodalpunktadapters ist dann gegeben, wenn der Nodalpunkt des Objektivs mit dem Schnittpunkt der beiden Drehachsen des Adapters in Übereinstimmung gebracht wurde.
Zitat
10.) Damit die oben ermittelte NP Einstellung aber auch für unten passt
(horizontalschwenk/Bilderreihe ) muss die obere Schwenkachse die Untere
(des Rotators) schneiden.
Wie gesagt: den Schnittpunkt der beiden Drehachsen kann man garnicht durch irgendeine Einstellung am Nodalpunktadapter ändern, er ist konstruktiv vorgegeben. Ändert man den seitlichen Versatz, bleibt der Schnittpunkt der Achsen selbst an der gleichen Stelle im Raum. Man verschiebt ja die horizontale Achse nur entlang ihrer Richtung, und da Achsen weder Anfang noch Ende haben, ändert sich da also nichts. Du meintest sicherlich die optische Achse des Objektivs, welche die vertikale Achse (also die des Rotators) schneiden muss.
Zitat
12.) Schneiden sich die beiden Achsen nicht, taumelt der für oben
korrekt eingestellte NP beim Horizontalschwenk um die Achse des
Rotators.
13.) Dass sich die beiden Achsen schneiden stellt man an der unteren Schiene ein und zwar mit folgenden Methoden:
Vielleicht fällt es dir ja noch ein! Ich gebe zu, dass ich mir erst im Zuge dieses Threads detailliertere und sytemtatische Gedanken zum oben Geschriebenen gemacht habe. Man nutzt sonst seine über die Jahre eingeschliffene Methode, die in der Praxis einfach funktioniert, aber wenn man dann mal in Ruhe darüber nachdenkt, kommen ja doch noch ein paar theoretische Überlegungen dazu, die dazu führen könnten, einige Ungenauigkeiten zu vermeiden. Ich denke, dass in der Realität die geometrischen Abweichungen der Nodalpunktadapter das größte Hindernis für eine perfekte Nodalpunkteinstellung darstellen. Da reichen ja kleinste Winkelabweichungen des senkrechten Teils (insbesondere bei Adaptern mit langen Auslegern), und schon schneiden sich die beiden Rotationsachsen nicht mehr und man keinen Nodalpunkt mehr einstellen, der für beide Schwenkrichtungen stimmt. Ob das in der Praxis ein Problem darstellt ist ein andere Frage...
Zitat
Irgendeinen Einwand hatte ich gestern Nacht noch. Nach langem Texten hab ich den schmalen Faden aber wieder verloren.
Du sprichst mir da aus der Seele. Ohne es wirklich in allen Details nachvollziehen zu können bekam ich meine Adapter zwar immer irgendwie eingestellt aber langwierig und z.T. auch frustrierend war das mitunter schon....dass ich mir erst im Zuge dieses Threads detailliertere und sytemtatische Gedanken zum oben Geschriebenen gemacht habe. Man nutzt sonst seine über die Jahre eingeschliffene Methode, die in der Praxis einfach funktioniert...
Guter Einwand. Da hast Du natürlich völlig Recht. Die optische Achse muss dabei die untere Schwenkachse schneiden.Allerdings:
Ist vielleicht nur eine Begrifflichkeitsreiterei: Die SchwenkACHSEN eines Multi-Row-Adapters müssen sich immer schneiden, egal wie der seitliche Versatz oder der Nodalpunkt eingestellt ist!
Zitat
10.) Damit die oben ermittelte NP Einstellung aber auch für unten passt... muss die obere Schwenkachse die Untere...schneiden.
So ist es. Sorry für die Verwechselung ;-)Du meintest sicherlich die optische Achse des Objektivs, welche die vertikale Achse (also die des Rotators) schneiden muss.
Stimme Dir zu.Wenn...sich beide Rotationsachsen nicht SCHNEIDEN (sie dürfen theoretisch sogar schief zueinander stehen), dann lässt sich der Nodalpunkt des Objektivs niemals für beide Drehachsen korrekt ausrichten. Die korrekte Einstellung des Nodalpunktadapters ist dann gegeben, wenn der Nodalpunkt des Objektivs mit dem Schnittpunkt der beiden Drehachsen des Adapters in Übereinstimmung gebracht wurde.
Jetzt wo ich folgendes lese kommt`s mir wieder. Wohin das führt weiß ich noch nicht aber ich versuch mal dran anzuknüpfen:Vielleicht fällt es dir ja noch ein!
Zitat
Irgendeinen Einwand hatte ich gestern Nacht noch. Nach langem Texten hab ich den schmalen Faden aber wieder verloren.
Wenn der NP also zuerst oben per Horizontalschwenk unabhängig eingestellt wurde stimmt er ja zunächst mal nur für oben.ich bin der Meinung, dass man ein System mit einer Variablen exakter/einfacher einstellen kann als mit zwei Veränderlichen.
Wenn dann der Nodalpunkt an sich stimmt, kann man sich in aller Ruhe der seitlichen Verschiebung widmen und muss wieder nur eine Variable ändern.
dann läuft der für oben perfekt eingestellte NP entlang der unteren Schiene womöglich aus der vertikalen Schwenkachse (Rotator unten.)...beide Rotationsachsen...(sie dürfen theoretisch sogar schief zueinander stehen)...
Dieser Beitrag wurde bereits 20 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (12. März 2017, 17:09)
Es kommt darauf an, welcher Winkel abweicht. Solange sich beide Rotationsachsen kreuzen, ist alles fein. Dann verschiebt man solange die untere Schiene, bis der bereits eingestellte Nodalpunkt mit der senkrechten Rotationsache (Rotator) in Übereinstimmung kommt. Kreuzen sich beide Rotationsachsen nicht (Fertigungstoleranzen, Winkelfehler usw.), ist es eh egal, da man den Nodalpunkt nie für beide Schwenkachsen eingerichtet kriegt. In der Realität wird man sicherlich immer einen Kompromiss zwischen beiden Abweichungen wählen. Und je nachdem, mit welcher Achse man anfängt, ist der NP eben mal besser für die senkrechte oder horizontale Rotationsachse optimiert.
Zitat
Widmet man sich danach der seitlichen Verschiebung kann diese ja nur starr entlang der unteren Schiene erfolgen. Hat Letztere in der Winkligkeit eine Abweichung,
was ich in der Praxis aufgrund von Fertigungstoleranzen- sowie durch
elastische und bleibende Verformungen in einem gewissen Umfang für gut
möglich halte, dann läuft der für oben perfekt eingestellte NP entlang der unteren Schiene womöglich aus der vertikalen Schwenkachse (Rotator unten.)
Danke :-D
Zitat
Abhilfe bringen Kameraspezifische Adapter wie z.B. Pocketpano wo Lutz solche Freiheitgrade m.e. perfekt eliminiert,
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (13. März 2017, 02:34)
wenn ichs recht überlege, ist es auch völlig ok, erst die untere Schiene einzustellen (dann aber nur mit einer Methode wo die Kamera senkrecht nach unten schaut, z.B. mit der Linealmethode, wo der NP erstmal keine Rolle spielt)
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (12. März 2017, 20:02)
Da hast du natürlich vollkommen Recht. Ich hätte präziser schreiben sollen "untere Schiene nur mit einer Methode einstellen, bei der die korrekte Einstellung des Nodalpunktes nicht Vorraussetzung ist".
Zitat
Geht genausogut mit der Begutachtung nach dem Aussehen des Fußabdrucks.
Denn den Sägezahn kann man unabhängig vom Durchmesser der
Adptergeometrie einstellen.
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