"In diesem Thread klang es manchmal so, als ob es reicht, ein paar Bilder auf Autopano pro zu ziehen und fertig ist das Panorama."
Das hast Du aber irgendwie sehr falsch verstanden - das bezog sich vor allem auf das Stitchen.
"Ich bin da irgendwie zu blöde zu. Bei mir ist das richtig viel Arbeit. "
ich bin da ganz sicher, daß Du NICHT zu blöde bist

. . Du hast nur andere Gewohnheiten . .
Es ist sehr edel, sich "richtig viel Arbeit" zu machen und ich bin jemand, der sowas auf die Spitze treibt - bei Werbefotos auf Großformat und entsprechden Honoraren. Im Schnitt mache ich EIN Foto am Tag, meist mit ein oder zwei Tagen Vorbereitung. Beim Arbeiten auf 8x10" ist SEHR viel Sorgfalt, genaues Hinsehen und Mühe im Detail angesagt - glaube mir. Ich sag das weil bei Dir manchmal unterschwellig anklingt, ich würde mir vor allem Zeit und Mühe sparen wollen idem ich APP benutze und propagiere . .

Ich würde z. B. entweder a) die DRI-Belichtungen alle in APP reinschmeißen und in dessen Editor dann eine HDR-Tonemapping machen - das übrigens nicht mit dem von Photomatix vergleichbar, weil viel neutraler, ist - und ggf. das Pano als 32bit HDR rendern lassen oder b) es als 16bitTIFF rendern lassen (reicht völlig) oder c) es ohne Tonemapping im Editor verarbeiten und rendern lassen oder d) die DRI-Belichtungen erstmal in Photomatix mit Tonemapping - oder auch nicht - zu verarbeiten und APP dann sehr weitgehend ausgeglichene Bilder mit völlig korrektem Tonwertumfang geben, die APP dann sehr schnell stitched und rendert.
Wenn´s hart auf hart kommt, kann ich das Rendering auch als einzelne Photoshop-Ebenen rendern lassen und das tun, was Du tust . . . das war aber selbst bei extremsten Fotos selten nötig. Angesagt ist das hauptsächlich bei stark Bewegten Motiven mit vielen schnell bewegten Menschen drauf (obwohl Smartblend damit sehr gut umgeht und Doppelkonturen usw. eliminiert) oder bei sehr speziellen Composings.
"Ich habe die 3 Belichtungsreihen zweimal entwickelt, für Kunst - und Tageslicht. Außerdem eine zusätzliche
Helligkeitsentwicklung 1 LE dazwische, also 7 Renderdurchgänge."
wieso sollte man das in APP NICHT machen oder machen können?
Der Riesenvorteil von APP ist das Erkennen und Setzen von Punkten - und das Editieren derselben. Die meisten Fotografen, die sehr hoch aufgelöste Riesenstitches mit hunderten von Belichtungen machen, benutzen inzwischen APP. Und das nicht ohne guten - sehr guten - Grund. Ich kann das aus eigener Praxis sehr gut nachvollziehen: das Stitchen und das Rendern sind von sehr hoher Qualität und gehen auch bei sehr großen Dateien schnell und sicher - ich hab oft 2-3GB-Dateien und bisher keinen einzigten Absturz oder Ungereimtheiten.
Es ist IMMER eine Frage des gewohnten Workflow, wie gut man mit etwas klarkommt - ich benutze z. B. auch immer noch LivePicture unter OS9, weil das ein ultrageniales Programm mit extrem hoher Qualität (permanent im 48bit-Raum) ist, mit dem Photoshop absolut nicht mithalten kann . . aber es kommt nicht jeder damit zurecht. Es kommt aus der klassischen HighEnd-EBV wie BarcoCreator, Paintbox, DaVinci usw. Die arbeiten alle völlig anders als Photoshop und es gibt hier ganz sicher niemanden, der auf Anhieb damit klarkäme . .

AutoPano ist anders als PTGui, PTMac oder Stitcher usw. Daran muß man sich erst gewöhnen und auch nicht verlangen, alles in APP machen zu können. Da braucht es mehrere Programme parallel - je nachdem, was man machen möchte.
Gruß, Klaus
P.S.: wenn Du willst, kannste mir ja mal die Original-Dateien schicken und ich verwurste die in APP und dann schaun wir mal, was dabei rauskommt . .

- sollten aber die RAW-DRI-Dateien sein. Es gehen aber auch JPG-DRIs. RAW-DRIs sind aber besser - die benutze ich meist.
Man sollte auch nicht übersehen, daß völlig equalisierte Bilder schnell spannungslos werden - ich schätze, das ist bei Panos nicht anders. ZU ausgeglichen kann schnell langweilig werden. Ebenso, wie zu sehr und zu gleichförmig ausgeleuchtete Fotos schnell uninteressant und spannungslos wirken.
Wobei es weit schwieriger ist, Fotos auf eine gute Art NICHT gleichmäßig auszuleuchten als sie gleichmäßig auszuleuchten. Überall gleichmäßiges Licht hinzusetzen ist leicht. Spannungsvoll und sparsam auszuleuchten ist eine Kunst - man kann das bei guten Filmen im Vergleich zu lieblos runtergebrezelten Filmen oder TV-Serien sehen.
Durch die Unterschiede, die Dinge, die viele als "Fehler" bezeichnen würden, werden Szenen und Innenräume oder auch Außenaufnahmen erst interessant und spannend.
Alles auszugleichen ist leicht - spannungsvoll und passend zum Stil passendes Licht zu machen ist sehr schwer - und sehr viel aufwendiger.