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Dienstag, 25. März 2008, 12:32

Google-Maps; Hugin 0.7 beta 3 ;Anfaenger

Hallo!
Ansich hatte ich mit Panoramen bisher nichts zu tun. Weil ich ein Tool suchte , um einzelne Google-Maps Karten zu einem grossen Poster zusammenzusetzen, bin ich auf obengenannte Software gestossen. Ich mache Screenshots von Teilbereichen, die ich dann zusammen will.

Mein Problem:
Da die Software davon ausgeht, dass man mit normalen Fotoapparten fotografiert, ist sie wahrscheinlich auch so voreingestellt. Leider hat man vorher keine Eingriffsmoeglichkeit, Voreinstellungen zu aendern. Mit dem ersten Bildimport beginnt schon der Rechenprozess.  Alle sphaerisch bezogenen Voreinstellungen sind fuer mich kontraproduktiv, da sie die Bilder unnoetig verzerren. Die Google-Maps Bilder sind ja aus grosser Hoehe aufgenommen und liegen fast als planare, kaum verzerrte Bilder vor.
(Bzw. die Bilder sind ja so bearbeitet, dass man den Eindruck hat) Beim Importieren gebe ich daher auch Brennweite 10000 ein, da sie aus grosser Hoehe mit kleinem Bildwinkel gemacht wurden und die Screenshots logischerweise keine Kamerainformation enthalten)

Meine Fragen an den, der schon mal Google-Maps Karten zusammengefuegt hat:

.  Wie kann man Voreinstellungen aendern?
.  Was muss ich da aendern?
.  Ausserdem brauche ich mal ein Handbuch, das mir mal Grundbegriffe erklaert (was z.B. mit "vererben" gemeint ist, ausserden was die vielen Parameter bedeuten, die man bei "Optimieren" veraendern kann)
.  Probleme habe ich, wenn ich nachtraeglich Bilder dazuimportiere. Sie sind merkwuerdigerweise oft sehr verzerrt.

Ausserdem ist mir voellig schleierhaft, was da an Vorschau manchmal erscheint. Es erscheint zuerst eine riesige schwarze Flaeche, aus der heraus ich dann umstaendlich das Bild erst zentrieren muss. Und ich vermisse bei den Reitern eine Feineinstellung. Ich habe ein grossen schwarzen Rand rundherum (die Reiter sind schon auf die kleinste Stufe gestellt)
Durch den breiten schwarzen Rand wird die Bildgroesse unnoetig hoch.

Fragen ueber Fragen, ich hoffe hier auf jemanden zu treffen, der hiermit schon Erfahrung gesammelt hat.
 
Besten Dank im Voraus!

ps:
 Ich moechte eigentlich bei Hugin bleiben, da ich inzwischen hiermit schon erfolgreich von Urlaubfotos Panoramen erstellt habe und von der Software begeistert bin. Also bitte keine Tips in Richtung: "Nimm doch diese oder jene Software" Ich denke, man muss sich erstmal auf eine Software "einschiessen" Es sei denn es gibt eine Software, die speziell fuer meinen hier geschilderten Anwendungsfall konzipiert ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »brikkelzik« (25. März 2008, 12:38)


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Dienstag, 25. März 2008, 13:06

Ich habe sowas auch schon mit Hugin gemacht (Seekarte aus Navigationssoftware).
Da gibt's auf der Hugin-Seite nuetzliche Tutorials:
http://www.dojoe.net/tutorials/linear-pano/
http://hugin.sourceforge.net/tutorials/scans/en.shtml

Irgendwas war etwas tricky, musste ein Bild festnageln oder der Optimizer durfte nicht alles optimieren oder so.
guck mal, ob Du damit weiterkommst, sonst melde Dich noch mal.

best, mike

geek

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Dienstag, 25. März 2008, 14:31

Oder ganz einfach : http://debin.net/gMapMaker/

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Mittwoch, 26. März 2008, 02:59

Besten Dank!

.. fuer die Tutorials!

Das ist genau das was ich suchte. Besten Dank dafuer!

Der andere Tip mit der Software speziell fuer Google-Maps waere eigentlich ideal und besser als mit Hugin herumzufummeln.

Nur leider muss ich dann erst MS Framework installieren (habe ich nie verwendet, wofuer braucht man das ueberhaupt?)
und dann muss man den IE 5 haben, den ich aber aus Sicherheitsgruenden nicht verwende.

Wenn es ein Tool gibt, ohne den Zwang zu Zusatz Software von MS, dann waere ich fuer jeden Tip dankbar!
Auch Linux-Tools kein Problem!

Bis dahin werde ich dann nach obigen Anleitungen mit Hugin weiterfummeln.
 
Gruss, Matthias

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Mittwoch, 26. März 2008, 04:09

Ich hab einmal sowas zusammengefügt, war allerdings von nem anderen Kartensystem. Ich würds nicht nochmal machen, da das kopieren, einfügen (gegebenfalls zuschneiden) usw.. einfach nur lästig wird. Bei 3x3 gehts noch, ab dann wirds nervig. Hugin und co halte ich da fast für Overkill, da die Bilder mit rauf/runter und links/rechts ja schon nahtlos zusammenpassen. Wenn Hugin die nur etwas anpassen will (und wohl auch wird), bekommst irgendwann unstimmigkeiten. Die beiden Tutorials nehmen an, das du die Bilder noch nicht eingerichtet hast (Verzerrung usw..), die Bilder von Google Maps sind es bereits.

Mir würden letzendlich 3 Möglichkeiten einfallen, ich würds in der Reihenfolge versuchen:

1. http://debin.net/gMapMaker/ nutzen
2. Schauen wo Google Maps die temp-Files hinspeichert (oder einfach direkt auf mein N770 speichern lassen :D) und einfach die Tiles aneinanderschieben. (Du hast zwar mehr Teile als bei Methode 3, aber da die einfach zusammenschieben kannst, gehts recht flott)
3. Copy-Past- und irgendwie Übereinanderlegen.

6

Mittwoch, 26. März 2008, 20:36

So,
jetzt weiss ich wieder, wie ich's mit Hugin gemacht habe:
Bei mir waren es etwa 80 Screenshots, die zusammengesetzt werden sollten.
Der Linsentyp sollte rectlinear sein, V=10, Crop=1, daraus resultiert eine focal length von knapp 200mm.
Wichtig - optimiert werden NUR die Parameter d und e und die duerfen (natuerlich) NICHT inherit/vererblich sein.
Jetzt hat man aber das Problem, dass diese Bildkolonne in Ihrer Lage unterbestimmt ist! Der ganze Verband kann sich ja links/rechts/oben/unten frei bewegen. Das stoert auch die Optimierung, auch wenn das eigentlich nicht so sein sollte. Abhilfe schafft ein Trick: Man nehme EIN Bild (am besten in der Mitte) und aendere die Linsennummer (New Lens). Typ und Parameter bleiben freilich gleich. Dieses eine Bild kann man jetzt durch haendische Eingabe von d und e (im Lens Tab, fuer dieses Bild) 'herumschieben. Diese Bild stellt den Anker dar.
Im Optimizer stellt man die Methode auf Custom und macht alle Haken aus. Nur die Haken d und e fuer alle anderen Bilder (also nicht das eine) sind gesetzt. Dann klappt's. Man kann jetzt testweise noch v und oder r (wieder nur fuer alle bis auf das eine) optimieren, sollte sich aber bewusst sein, dass man hiermit vielleicht eine bessere Passgenauigkeit erreicht, aber eigentlich die Gesamtgenauigkeit verfaelscht!.

Kontrollpunkte habe ich in meinem Beispiel uebrigens von Hand gesetzt (2 pro Paar). Hoert sich dramatisch an fuer 8x10 Bilder, geht aber mit allen Schaltern an (auto fine-tune, auto estimate, auto add) eigentlich doch sehr flink. In meinem Beispiel tauchten immer wieder gleiche Markierungen auf - da bringt die Auto-Kontrollpunktsuche nur alles durcheinander.

Das Ergebnis (mit Optimierung von v und r) war sehr passgenau, hatte aber in sich doch sichtbare Abweichungen zum Soll. Wir haben die Karte in ein GPS-System geladen und mit verifizierten Daten verglichen - da gab's schon ~ 1-3 Meter Abweichung in der Realitaet. Ist aber auch klar - da summieren sich ueber 10 aneinandergepappte Bilder natuerlich die Ungenauigkeiten. Optisch war's aber fehlerlos ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »trozzreaxxion« (27. März 2008, 16:44)