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Dienstag, 5. Februar 2008, 16:25

Probleme mit Gegenlicht im Zenit

Hallo Panofreunde!

Hab vor ein paar Tagen ein Panorama versucht zu machen, bei dem starkes Gegenlicht bei meiner Optik so ein komisches Lens-Flare erzeugt. Wäre ja alles nicht so schlimm, wenn das auf allen Bildern gleich wäre. Nun ist dies natürlich nicht beim Bild zu sehen, das der Lichtquelle abgeneigt ist. Schaut dann beim stitchen mit APP und Konvertierung mittels cubicConverter nicht wirklich ansprechend aus, das Top-Bild. Wie kann man da bei der Aufnahme, bzw bei der Bearbeitung, so weit möglich, sowas vermeiden?

Irgendwelche Hilfen oder Ideen?

Lg,
ChristianTop Bild
"Warum sind denn da alle Linien so krumm?!"

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Dienstag, 5. Februar 2008, 18:55

Wie kann man da bei der Aufnahme, bzw bei der Bearbeitung, so weit möglich, sowas vermeiden?


Ich mache in solchen Fällen (mit Sonne, also einer Lichtquelle) zwei Aufnahmen, eine normal, eine mit mit einem Finger verdeckter Lichtquelle. Die guten Partien der zweiten werden in die erste eingefügt (Photoshop / Ebenen)
Tom!
Der "Fotolehrgang im Internet" www.fotolehrgang.de
Panoramen und Aufnahmetechnik www.langebilder.de
Workshops (Kugelpanorama u.a.) Die Fotoschule

3

Dienstag, 5. Februar 2008, 19:42

Hallo,

wie wäre es statt die helle Lichtquelle mit einem Finger abzudecken, einen Styroporbällchen an einem dünnen kunststoffummantelten Draht für diesen Zweck zu nutzen? Der brauchbare Teil des "Korrekturbildes" sollte hierbei deutlich grösser sein.

Welches Objektiv macht eigentlich solchen Ärger?

MfG

Rainmaker

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Dienstag, 5. Februar 2008, 21:31

Danke für die Tipps!

Das mit dem Abdecken hätt mir auch selber einfalln können! Aber gut, der Trick ist schon gut! Die einfachen Sachen sind ja oft eh die besten. Finger hab ich meistens zu Hand, wenn ich unterwegs bin und die Idee mit dem Styroporkugerl klingt auch recht einfach zu verwirklichen. Danke schön!

Jetzt die andere Frage, lässt sich aus den vorhandenen Bildern sowas noch entfernen oder gibt's irgendwelche anderen Tricksereien aus so schlechtem Basismaterial nochwas rauszuholen?

Würd mich interessieren, nicht nur für Panoramen...

Dankeschön!

CHCH.cc Christian



Ach ja, das war das Sigma 10-20. Bin sonst aber schon sehr zufrieden damit. Vielleicht hätt's ja auch besser geklappt wenn ich in einem anderen Winkel zu den Scheinwerfern gestanden wär...

"Warum sind denn da alle Linien so krumm?!"

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Dienstag, 5. Februar 2008, 21:52

... meinst Du etwa so ...?

»Wolfgang Spindler« hat folgende Datei angehängt:
  • backplay.jpg (63,12 kB - 434 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. November 2025, 02:22)

6

Dienstag, 5. Februar 2008, 22:26

Ja, eigentlich in etwa genau so in der Art. Welche Technik hast du da angewandt? Nur Lösungen zeigen mag ich nicht. Hab ich auch vor Urzeiten in der Schule nicht mögen, nur das Ergebnis abschreiben und nicht wissen wie und warum... :-)
"Warum sind denn da alle Linien so krumm?!"

7

Dienstag, 5. Februar 2008, 22:40

Welches Objektiv macht eigentlich solchen Ärger?

Ich hatte das gerade erst mit dem 10,5er Nikkor (an Canon 40D). Allerdings war die Lichtquelle schon sehr extrem, Flutlicht im Fußballstadion. Die Reflexe sind dort blau....also noch viel störender als bei dem Beispielbild von Christian.

 

Gruß Rajko


8

Mittwoch, 6. Februar 2008, 06:31

Hallo Christian, nur keine Angst, ich wollt nur nicht unnötig rumlabern, wenns doch nicht in Deinem Sinne gewesen wäre ;-) Bei der großen Lichtquelle habe ich - in PS - eine runde Auswahl um die Kernlichtquelle eingefügt, mit einem weichen Verlauf (abhängig von der Bildauflösung - im Beispiel 7 Pixel) eingestellt. Danach habe ich die Auswahl umgedreht., da ich nicht die Lichtquelle, sondern den Rest korrigieren muss. Dann habe ich mit dem Stempel (einem Klonwerkzeug) einfach aus der umliegenden Gegend die störenden Strahlen weggestempelt. Geht beim 'Himmel' hervorragend, beim Gebäude habe ich die angrenzenden (nicht überstrahlten) Bereiche per Stempel bis an die weich verlaufende Markierung rangestempelt. Die linke Lichtquelle habe ich mit dem Stempel komplett entfernt (aus dem rechts daneben liegenden unbeeinflussten Bereich habe ich nach links über die Lichtquelle gestempelt). Das Fenster, welches etwas überstrahlt hat, wurde (jedoch mit verminderter Deckkraft des Stempels - ca. 60 %) von dem rechts daneben befindlichen nicht überstrahlten Fenster - mittels Stempel etwas aufgepeppt und ebenfalls überstempelt. Bei der rechten Lichtquelle habe ich - übrigens wie bei der linken Lichtquelle - unmarkiert - die umliegenden Bereiche mittels des Stempels nur näher an die Kernzone der Lichtquelle rangestempelt. Im Bereich des Gebäudes habe ich - wieder mit verminderter Deckkraft - die Bereiche rechts und links daneben näher an die Kernlichtzone rangestempelt. So, ich hoffe, Du kannst meine Gedankengänge nachvollziehen ...?!? Falls nicht, frag einfach nach! Viele Grüße Wolfgang

9

Mittwoch, 6. Februar 2008, 10:21

...vielleicht wäre es in diesem Fall sogar besser, die beschriebene Bearbeitung noch auszuweiten... sprich die gesamte Himmelfläche zu erneuern. Denn es wird am Übergang "bearbeiteter Lampenumkreis - Restfläche Himmel" immer sehr unsauber aussehen.

 

Gruß Rajko


10

Mittwoch, 6. Februar 2008, 11:07

Danke Wolfgang, danke Rajko,

hab mich auch ein bissi mit Stempel- und Reparaturwerkzeugen im PS gespielt und hab da auch ähnlich gute Resultate erzielen können. Rajko's Idee den Himmel nachzuzeichnen hat da auch sehr gut funktioniert. Mit dem Stempeltool hab ich an der Hausstruktur gearbeitet, und den Himmel hab ich ein bissi anders aufgepeppt. Hab die Bildfläche auf das Doppelte verbreitert um rechts einen einheitlich schwarzen Bereich zu haben. Dann hab ich mit dem Patch-Tool (Weiß nicht wie das auf Deutsch heißt...) eine Markierung mit ein bissi Abstand zu den Fassadenteilen im Himmel gezogen und diesen Bereich dann auf die rechte, schwarze Seite gezogen. Den Rest hat dann PS im Himmel gerichtet. Hab diese Technik mittlerweile schon öfters verwenden können, wenn man im Himmel unsaubere Kanten weg retuschieren hat müssen. 

Danke auf jeden Fall für eure wertvollen Tipps!

Liebe Grüße,
Christian
"Warum sind denn da alle Linien so krumm?!"